Donnerstag, 25. Juni 2020

Die hilfreichen K

Das bedeutendste K Free Respect Cliparts, Download Free Clip Art, Free Clip Art on ...

Das grundlegende K ist kein grosses, hat aber grosse Auswirkung und ist die Voraussetzung für alle weiteren untenstehenden Ks. Ohne dieses K geht keine Schule. Dieses K müssen wir uns bewahren und immer wieder erzeugen, wenn wir es zu verlieren drohen, wenn es vergessen gehen könnte, wenn es nicht mehr als wichtig gilt. Wenn das Ich das Zentrum beginnt zu werden.
Zusammen mit der Kooperation (unter den Lehrpersonen, mit der Schulpflege, den Schulleitungen, den Eltern und Erziehungsberechtigten, den Kindern) ist es so prinzipiell, dass man es gerne vernachlässigt, weil es sich manchmal sehr klein macht und sich hinter der Routine, dem Lehrplan, dem Stoff und den äusseren Anforderungen an sich selbst total versteckt und damit beinahe übersehen wird. 
Es ist das kleine k im Wort Respekt. Ohne ihn stehen wir auf verlorenem Posten. Wir müssen diesen Respekt uns allen immer wieder aufs Neue erweisen. Den Respekt vor uns selbst und unseren Ansprüchen dürfen wir dabei auf keinen Fall vergessen. 

Es braucht Respekt vor dem Mut der Kleinen, Vertrauen zu Fremden zu haben und sich auf sie in der Schule zu verlassen. Den Respekt vor den Eltern, welche ihr Kind in fremde Hände mit anderen Erziehungsvorstellungen geben. Den Respekt vor der Schulleitung, welche immer wieder versucht, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Den Respekt vor der Schulpflege, welche alles daran setzt, für die Schule optimale Bedingungen zu erwirken. Den Respekt von den Pflege- und Wartungs-Diensten, welche alles daran setzen, uns eine saubere und gesunde Lernumgebung zu bereiten. Den Respekt vor den grösseren Kindern, welche sich trauen, ihre eigenen Weltanschauungen und Meinungen zu entwickeln. Den Respekt vor dem Stimmvolk, die Finanzen nicht ins Unermessliche steigen zu lassen, aber dennoch eine tolle Schulzeit für unsere Jugend zu wünschen. Den Respekt vor Kulturen, welche hier ein neues Leben gefunden haben, aber noch nicht mit den Gegebenheiten zu Rande kommen. Den Respekt auch vor der Natur und ihren Ressourcen.

Genau diesen Respekt müssen wir im Gegenzug auch einfordern, denn Respekt ist nichts Einseitiges. Er muss gegenseitig erwiesen werden. Eltern, Schulpflege, Schulleitung, Stimmvolk, andere Kulturen erweisen diesen Respekt auch uns Lehrpersonen und der Schule an sich gegenüber, indem sie unserem Unterrichten, unseren Erziehungsabsichten, unserem Vorgehen positiv gegenüber stehen und ein grundsätzliches Vertrauen darein haben, dass die Schule es gut machen will, dass ihr Kind hier ein gutes Umfeld hat, sowohl zum Lernen, als auch, um Kontakte und sogar Freundschaften zu knüpfen.
Hut ab, könnte man es nennen, aber bitte auch vor uns.

Und die anderen in diesem Kapitel zu findenden nützlichen K?


Eine Auflistung soll einen Überblick geben:

 Kahle Räume

 Schöne Klänge

 Komplexe Arbeiten

 Kurs auf die Umgebung

 Hilfreiche Kärtchen oder Sichtzeichen

 Toll für Kleingruppen

 Herrliche Kooperation

      Kurse               

 Kennmarken

 Klassen-Experten

 Klassenämter

 Knatsch

 Der Kreis

 Keine Kleinigkeit

Kooperation zum zweiten 

Klasse-Kinder-Spiel

Kahle Räume  

             Räume leiser machen - Wie Sie die Akustik selber verbessern können.

Früher, aber schon nach der Bezirksschulpflege-Zeit, fragte ein noch immer im Amt stehender Schulpfleger (so heissen unsere Inspektor*innen), ob es nicht ein bisschen traurig sei, ein so kahles Schulzimmer zu haben. Die abgegebene Erklärung fand er plausibel:

Es gibt viele Kinder, die kleine, versteckte Lernschwierigkeiten haben. Da denkt man, sie passen nicht auf, sie seien nicht konzentriert, sie wollen nicht mitdenken. Dabei lenken all die schönen Sachen im Schulzimmer enorm ab. 
Was kann ich mit dieser Karte machen? Wozu hängen wohl all diese Schulwandbilder an den Wänden? Was wollen mir die Pausengeräte in der Zaine sagen? Darf ich wohl einen Stift aus der dort stehenden Dose nehmen? 
Oh, heute Nachmittag könnte ich malen oder eine Zaine flechten. Vielleicht brauche ich diese Stifte gar nicht. Die Metall-Dreiecke an den Bildern sind wohl zum Aufhängen gedacht.
 
Auf diese Weise und im gefragten Moment ist das betreffende Kind doch meilenweit entfernt vom Schulthema, egal welcher Art. Es meint wohl, aufzupassen und mitzudenken, aber die Anziehungskraft der anderen Gegenstände ist grösser. 

Ruhe im Kopf gibt es, wenn Ruhe darum herum ist. Die aktuellen Forderungen und die Sach-bezogenen Äusserungen der Mitschüler*innen zählen und helfen, den eigenen Lösungsweg zu finden.

Schöne Klänge

 Free clip art "Cartoon melody" by dominiquechappard

Um meine Kleinklassen (das ist der Name der Sonderklassen innerhalb der Regelschule ab den 90er-Jahren bis heute) im Unterricht willkommen zu heissen, lief immer leise Reiki-Musik. So kamen die Kinder ins Zimmer, gingen an ihren Platz, legten die Schulsachen bereit und gaben ihre Hausaufgaben ab. Wenn alle soweit waren, konnte der Unterricht beginnen. Das Unterrichtsgespräch oder nötige Gruppenarbeiten wurden in der Ruhe durchgeführt. Erst zur Einzelarbeit lief die leise Musik wieder. Spannend ist, dass diese Musik tatsächlich den körperlichen Bewegungsdrang dämpfte, sogar bei ADHS-geplagten Kindern, welche viel mehr Bewegung nötig haben, als die anderen Kinder. 

Die schönen Klänge wurden auch selber produziert. Ohne zu singen kann ich mir keine Schule vorstellen. Unsere Lieder lernten wir immer mit allen in der Schule. Es gab keine Hausaufgaben dazu. Die Einen können die Texte und Melodien sehr schnell, die anderen lehnen sich an jene an, um im Klassenverband mitzusingen. Bis am Schluss konnten alle alles, ausser der Lehrperson. Die war stets so beschäftigt mit dem Lernen der Kinder und dem Spielen der Melodie, dass das Auswendig-Singen zu kurz kam. Wird jetzt in der Corona-Zeit nachgeholt. Hier ist so viel Zeit, dass es sich lohnt, die Lieder fürs Walken auswendig zu können. Obwohl auch das Spektrum erweitert wird, im Moment zu "Santiano" mit deren Seemannsliedern.

Zurück zum Singen. In den Regelklassen war dies der Tagesanfang. Wir sangen jeden Morgen vor der Arbeit ein Lied gemeinsam.
Die Musik verbindet. Nicht nur international und über Kulturgrenzen hinweg, sondern auch die zusammengewürfelte Kinderschar in einer Klasse. In jeder Klasse, die bis anhin im Kanton Zürich drei Jahre in der gleichen Zusammensetzung lernte, hat die Verfasserin, bestimmt stark unterstützt durch das Singen und die Musik, die Individuen zu einer Klasse mit Zusammenhalt geschweisst. 

Unsere Lieder waren in erster Linie den Jahreszeiten, dann den Feiern im Jahreslauf und als drittes den Unterrichtsthemen, bis hin zur Mathematik mit den 1x1-Liedern und dem Lesen-Lernen mit dem ABC-Lied gewidmet. Bevor dann auch die Französisch- und Englisch-Lieder den Sprachunterricht begleiteten und unterstützten.

Doch wir sangen nicht nur zur täglichen Begrüssung, sondern auch in den Singstunden, welche zusammen mit Schreiben zwei bis dreimal in der Woche eine Lektion beanspruchten. Damit wir alte Lieder nicht vergässen, gabs auch hier wieder Regelmässigkeiten. Heute würde man sie wohl Rituale nennen. Allerdings ist dieser Ausdruck für mich stark mit der Religions-Erziehung verbunden. 

Im Wunschkonzert wünschte man sich bestimmte Lieder für jemanden aus der eigenen Familie. Diese Wünsche erfüllte dann die Klasse.
 
Im sogenannten Rundgesang (Es geht ein Rundgesang in unserem Kreis herum, ungefähr nach der Melodie vom Butzemann) kam man mit Pech (oder Glück, wenn man Singen liebte) selber an die Reihe, etwas vorzusingen. Doch meistens begleitete die ganze Gruppe, denn singen tut einfach gut. Gleichzeitig half Lob oder Tadel am Ende des Liedes (… hat es gut gemacht, gut …; oder ist ein Zwetschgenkopf, Zwetschgenkopf, Zwe…) dabei, nicht jede Benennung, die man erhält, als Beleidigung zu empfinden, sondern manchmal einfach als momentane Zuschreibung. Hier Zwetschgenkopf, weil du keine Idee zum Singen hattest.

Singen doppelt sozialisierend.

Jedes Jahr mündete das Singen in ein Singspiel, das wir mit der Klasse selber dichteten und musikalisch gestalteten. Je nachdem, welche Instrumente durch die Kinder zur Verfügung standen, wurde die Begleitung mehr oder weniger reichhaltig musikalisch ausgeführt. Bestimmt immer waren Blockflöten und Orff-Instrumente (Klanghölzer aller Art, mit Fell bespannte Tambourins, Bongos, Cinellen, Triangel und Xylophone oder Glockenspiele) in Gebrauch, weil wir diese auch im Alltag einsetzten. 

Beispiele für Singspiele: Die Wilden Kerle; Ronja; Joseph; Szenen auf dem Spielplatz; Kurzstücke bekannter Autoren umsetzen in ein Theater; Mali, Moli, Muli; Reise um die Welt; … . Ein Singspiel führten wir auf dem Johanniterturm der Burg Alt-Wädenswil auf. Alle Eltern mussten zu Fuss zur "Bühne" kommen, denn anders ist es nicht möglich. Sogar Prof. Dr. Peter Ziegler, Dozent und Lokalhistoriker war der Einladung gefolgt.

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Um ein Singspiel auf die Beine zu stellen, waren viele Vorbereitungen nötig. Das Thema musste in den Köpfen bereit sein, um Texte, Melodien, Lieder, Kostüme und Kulissen zu planen und herzustellen. So umfasste ein neues Theater-Stück beinahe alle Fächer. 
Deutsch: Was wir in diesem Jahr gelernt haben an Grammatik und Rechtschreibung, wird hier angewendet, sodass alle ihren Text gut rezitieren können. Doch auch der Aufbau der Texte musste optimal sein, die Sprechtexte so, dass man sie lernen kann. Erstklässler*innen dürfen auch mal noch Schweizerdeutsch dichten, während dies in höheren Stufen klar begründet sein musste.
Schrift: Programme, Einladung und Text werden der Stufe entsprechend sauber und regelmässig geschrieben.
Zeichnen und Malen: Kulissen werden geplant und umgesetzt.
Musik: Welche Lieder wollen wir wie einfügen? Wer spielt dazu welches Instrument? Wie können wir die Texte an unser Thema und an die Anzahl Spieler*innen anpassen?
Mathematik: Wie gross muss was sein? Richtiges Abmessen und zuschneiden. Wie lange dauern die Einzelteile, wie lange in dem Fall das Stück? Wie viel Zeit haben wir für den Umbau?
Soziale Fähigkeiten: Wer macht was wann mit wem?
 
Einüben, einüben, einüben.
 
Bis wir eine Bühne in einer Aula hatten, war dies alles aufs Klassenzimmer beschränkt. Musik-Boxen und eine gute Anlage waren nicht vorhanden. Wir mussten jede Melodie, jedes Geräusch, jeden Übergang selbst gestalten und ausführen. Aber wir durften es auch. Niemand setzte uns einen YouTube-Massstab, dem wir für ein Klassenprojekt genügen müssten. 
Alle, auch die Lehrerin, waren am Ende äusserst glücklich über das Erreichte.

Kurs auf die Umgebung Flashcard für eine Exkursion mit Kindern, die im Garten lernen ...

Folgendes trug ebenfalls dazu bei, sich am Schulstoff zu freuen. Die Umgebung in den Unterricht mit einzubeziehen. Je nach Saison sieht man in der näheren Umgebung ganz anderes, entdeckt eine Entwicklung der Landschaft und der Pflanzen, sieht andere Tiere. Kleine Spaziergänge mit Beobachtungsaufträgen in der Unterstufe. Diese Beobachtungen machen die Kinder direkt auf dem Weg, ohne in die Umgebung auszuschweifen. 
  • Welche Farben siehst du im Gras?
  • Welche Farbe ist häufiger: grün oder rot?
  • Was schwimmt in diesem Bächlein?
  • Was trägt der Haselstrauch jetzt an seinen Zweigen?
  • Wer kennt den grossen Vogel, der über uns kreist?
  • Was hörst du, wenn alle von uns ganz still sind?
  • Kennst du das Spiel auf dem Schulweg:"Güggel oder Huehn?". Erkläre es kurz. Mit welchen Gräsern darf man das nicht spielen? Warum?
  • Warum mag der Bauer es nicht, dass man ins hohe Gras geht?
  • Was zwickt so am Draht?
  • Was interessiert dich jetzt?
  • ...
In der Mittelstufe hatten dieselben Exkursionen andere Ziele, auch mit Beobachtungsaufgaben verbunden, die teils vor Ort, teils erst im Schulzimmer aufgelöst wurden. 
  • Wieso ist die Böschung dieses Baches hier oben so steil?
  • Was geschah mit den Bäumen, die im und beim Bach liegen?
  • Skizziere die Bäume, welche eine Nummer haben auf ein Blatt.
  • Nimm von jeder Baumrinde einen Abdruck mit Neocolor auf Vorsatzpapier mit ins Zimmer, notiere die Nummer darauf. (später für Collagen im Zeichnen)
  • Wieso ist das Wasser im Bach so kalt?
  • Was lebt im Wasser? Es soll noch sichtbar sein.
  • Was lebt am Ufer? Woran erkennt man es? 
  • Wir sind jetzt da und da. Was hilft dir beim Wiedererkennen auf der Karte? Suche im Zimmer diesen Ort auf der Karte und notiere mindestens drei Planquadrate, durch welche dieser Bach fliesst.
  • Auf der Karte wirst du noch eine lustige Entdeckung über diesen Bach machen. Warum ist das so? (Bach ist eingedolt z.B.).
  • ...
Ab und zu draussen zeichnen, wenn man nur Farbstifte, Kohle oder Neocolor nötig hat. Eine Geschichte draussen vorlesen, wenn doch einige so lange zum Umziehen haben.
Die Texte der Singspiele draussen üben. Hier muss man wirklich laut sprechen, um gehört zu werden.

Hilfreiche Kärtchen oder Sichtzeichen  Kostenlose Schule Icons Vektor - Download Kostenlos Vector ...

Oft hat man das Gefühl, etwas immer wieder sagen zu müssen, damit die Zusammenarbeit klappt. Die Lösung sind Merkkärtchen mit Sichtzeichen.

Früher zeichnete man sich solche Merk-Karten sorgfältigst auf ein Zeichnungspapier oder gerade mal nur Lektions-bezogen an die Wandtafel oder den OHP. 

Doch mit dem Computer kam die Designwelle angeschwappt. Nun musste alles hier geschrieben, skizziert und formatiert werden. Es gibt ja so viele Formen, die man nach seinen Wünschen gestalten kann. Aussagekräftig. 

Als Lehrerin wirkt man mit diesen Karten nicht mehr so dominant und pedantisch. Als Kind wenden sich nicht jedesmal aller Blicke auf einen, während man doch nur ein bisschen ... was auch immer. Aber sie wirken. 

In ihrer Irischen Schule lernte die Autorin "Sparklebox" kennen. Nun gab es keine Grenzen mehr. Hier ist alles fürs Classroom-Management zu haben. Labels, Diplome, Belohnungskarten, Verhaltens-Anweisungen, aber auch für so manches Mensch- und Umwelt-Thema, Mathematik und Englisch. Wortschatz, Bilder, was das Herz begehrt. Die Seite ist so bekannt und beliebt, dass es viele Themen inzwischen auch in anderen Sprachen gibt. 

Toll für Kleingruppen _Schulführer 2019

Doch nicht nur Karten helfen, den Unterricht niveaugerecht zu gestalten, sondern vor allem Themen, die in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten werden. Das hat man sich früher gar nicht erlaubt. Jedes Kind musste alles machen und können. Die Ergebnisse wurden in Noten ausgedrückt. Aber jedenfalls musste das Kind sich durchkämpfen. Doch mit dem Lehrplan, welcher Lernziele nannte, wie der sogenannte "Neue Lehrplan" aus den 90er-Jahren, erkannte man auch, dass Unterricht sich noch mehr an den Kindern orientieren musste. Dies war schon vorgespurt worden durch verschiedene Veröffentlichungen, unter anderem "Mit Kindern Schule machen"

Im Übrigen ging man noch davon aus, dass die Leistungsniveaus sich erst Anfangs der Pubertät, mit Beginn der Oberstufe der Volksschule äussern würden, weshalb erst dann aufgeteilt wurde nach Oberschule, Real- und Sekundarschule. Das vierte Niveau zählt nicht zur Volksschule: das Langzeit-Gymnasium nach der 6. Klasse Primarschule. 

Bis Anfang der 70er-Jahre gab es die sogenannte "Spez", die Spezial-Klasse für Kinder, die den Anforderungen der Volksschule nicht folgen konnten. Danach wurden die Sonderklassen für Kinder mit Verhaltens- und Lernschwierigkeiten einerseits, aber auch für diejenigen mit einem niedrigen IQ andererseits geschaffen. Schliesslich kam das Buch "Dummheit ist lernbar" auf den Markt. Aha, man kann in der Schule etwas dafür tun, dass die meisten Kinder den Schulstoff verstehen.

Gruppenarbeiten und Vorträge oder Sammelmappen und Lerntagebücher zu Wunschthemen kamen sicher den einzelnen Fähigkeiten ein Stück weit entgegen und holten die Kinder dort ab, wo sie stehen.
Doch richtig passend auf die Kinder, die eben jetzt hier in der Klasse arbeiten und lernen, kann man es erst machen, wenn man einmal Themen und Texte mindestens niveaugerecht formuliert und mit den nötigen Tabellen und Bildern ausgestaltet. Das lässt sich machen, wenn die Aufgaben so aufbereitet sind, dass sie sich möglichst selbst korrigieren oder Lösungen für die Lernenden einsehbar sind. Sonst ist der Aufwand unverhältnismäßig, denn die Herstellung solcher Lehrmittel allein fordert nicht nur viel Findigkeit, sondern auch wahnsinnig viel Zeit.

In dem Moment kommt die "Lehrmittelboutique" zum Zug. Hier findet man sogenannte Ampel-Werkstätten bereits vorbereitet für sehr viele Themen. In ersten Arbeiten teilt man die leichten, mittleren und schwierigen Ausgaben den Kindern zu. Später kann das mit den Kindern und Eltern vereinbart werden unter Offenlegung der Kriterien, welche Noten im Fach mit welchem Niveau erreicht werden können, falls alles zu 95% selbständig erledigt werden kann (mit grün im Maximum eine 4, mit gelb höchstens eine 5 und rot ermöglicht eine 6, natürlich mit Abzügen, wenn viele Zusatz-Erklärungen, Hilfestellungen und weiteres Unterstützungsmaterial nötig ist).
 
Um nun aber noch von viel mehr Lern-unterstützenden Unterlagen profitieren zu können und nicht nur nieveaugerecht, sondern auch individuell unterstützend zu unterrichten, gab die Bloggerin eine kostenpflichtige Seite heraus, in welcher Monat für Monat neue Lehrmittel zum Download bereit sind, stets in der Deutsch-Ausgabe für die Schweiz einerseits und Deutschland/Österreich andererseits. Doch die Kosten sind so gering, dass es äusserst lohnenswert ist, hier zu abonnieren. Rund 30 Franken pro Jahr kostet ein Zugang zu den "Lehrmittelperlen" von Marisa Herzog, welche selbst Schulische Heilpädagogin ist.

Herrliche Kooperation 1.000+ kostenlose Zusammenarbeit und Team-Bilder - Pixabay

Damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen von der eigenen Arbeit profitieren könnten, einigten wir uns Ende 70er-Jahre darauf, immer ein Exemplar eines selbst hergestellten Arbeitsblattes in einem Themen-Ordner im Lehrerzimmer abzulegen. Hier hätten alle Zugriff. Vor dem Kopierzeitalter zwar nur auf die Idee, aber immerhin, das erleichterte schon vieles. Natürlich ging es oft vergessen, aber wir trafen uns ja täglich im Lehrerzimmer beim Kaffee, über Mittag und Abends bei der Nachbearbeitung des Tages oder dem Vorbereiten nächster Themen und Lektionen. Damit gab es genügend Gelegenheiten, nachzufragen, ob jemand zum gesuchten Thema etwas hätte oder wüsste, wo es zu finden wäre.
Das änderte Anfangs 80er mit dem Kopieren, Nun konnte man die Vorlagen direkt übernehmen. Deswegen wurden sie von Anfang an auch gleich "Kollegium-kompatibel" gestaltet.
Doch die grosse Revolution folgte mit dem Computerzeitalter. Jetzt wurden Disketten und Floppy-Disks für Kolleg*innen hergestellt. Toll, was alles auf ein einziges Medium zu speichern war. Und erst auf der Harddisk! Ja, klar, ein Drucker musste sein. Neun-Nadel-Farbdrucker war Ende 80er das ultimative Gadget. Jahrelang hingen Merkpunkte fürs Kollegium, von der Autorin verfasst und Punkt-genau ausgedruckt, in allen Schulhäusern.
 
Internet? Schon gehört. Also ein Kurs dazu. Jetzt aber! Wer ein E-Mail-Konto hat, kann mit andern in Echtzeit schriftlich kommunizieren. Erweiterter und vereinfachter Fax. Dateien von der Festplatte kann man an eine E-Mail anhängen. Auf diese Weise lohnen sich sorgfältig unter viel Zeitaufwand hergestellte Arbeits- und Merkblätter so richtig, denn nun können sie beinahe zeitgleich geteilt und, allenfalls gemeinsam, verbessert, vor allem aber von vielen genutzt werden. 
Ob man dann auch etwas zurück erhält, ist eine andere Frage, aber steter Tropfen ...

Damit der Arbeitsaufwand vor dem Kopierzeitalter etwas geringer würde, fanden sich unser drei zur Zusammenarbeit. An wöchentlichen Sitzungen planten wir die Arbeiten, aber auch die Aufteilungen. Weil wir im gleichen Quartier wohnten, stellte auch das Überbringen der Resultate kein Hemmnis dar. Die eine Kollegin arbeitete im Eidmatt, die andere mit mir zusammen im Gerberacher. alle drei an derselben Klassenstufe. Mit unseren Sitzungen war ganz klar auch Klönschnak verbunden, denn man musste auch Ärger und Freude teilen. Prüfungen, die wir unter den gleichen Umständen durchführten, gaben uns einen besseren Überblick, wo wir mit unserer Klasse standen. Mit der Zeit verbrachten wir auch grössere Teile unserer Freizeit zusammen.

Kooperation zum zweiten  Kinder Gemeinsam – kaufen Sie diese Vektorgrafik und finden Sie ...

Auch die Kinder müssen immer wieder zusammenarbeiten. Häufig führt dies zu grosser Unruhe und damit zum Zeitverlust der sowieso knapp bemessenen Lernzeit in einer Lektion. Fürs Turnen führte ich schon früh ein Säcklein mit allen Namen der Klasse mit. Ein Kind zog jeweils einen Namen während ein*e Helfer*in die genannten Kinder je ein andersfarbiges Mannschaftsband nehmen liess. So wechselten die Teams immer wieder, ohne jemandes Verantwortung.

Doch wie soll das gehen für die regulären Lektionen, in welchen Partner- oder Gruppenarbeit angesagt war? 
Die Lehrer*in kann im Voraus Listen ausfüllen, sie kann die Kinder selber wählen lassen oder jemanden aus der Klasse bestimmen, dies zu tun. Doch es geht auch anders. So dass eine Zeitlang alle einigermassen zufrieden sind, ohne jemandem die Schuld geben zu müssen für die unglückselige Zusammensetzung. Heutzutage gibt es Gruppenmarken für alle Gruppengrössen, sodass dies keine Zeit mehr wegnimmt. Dennoch ist man als Kind damit weniger (selbst)wirksam, trägt keine Verantwortung, sondern kann im besten Fall für einmal Fünfe gerade sein lassen.
 
Die folgende Variante bewährt sich. 
Es braucht ein bisschen Zeit, es anders anzugehen. Doch diese Zeit lohnt sich auf die Dauer, denn die Kinder können etwas Wichtiges beitragen zum Zusammenleben in der Schule. Es gibt Diskussionen und Rücksichtnahmen. Man fügt sich in etwas, weil es zum Besten aller ist. Und: die vereinbarte Konstellation gilt nicht für ewig. 
Jedes Kind hat eine leere Liste mit vier Linien. Es sucht sich ein erstes Mal drei Kinder aus, mit denen es gerne zusammen arbeiten würde. Diese werden, wenn sich die Gruppen ergeben haben, zur Nummer 1 eingetragen. Der eigene Name steht im "Name-Feld". Anschliessend sucht sich jedes Kind drei weitere Kinder, mit welchen es sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann. Vielleicht muss es noch Austausch geben, weil eines der drei Kinder ein anderes sein muss . Diese Partner*innen werden bei Nummer 2 eingetragen. Schliesslich folgt dasselbe Prozedere noch für die Gruppen 3 und 4. Mit ungeraden Kinderzahlen arbeitet man halt teils auch mit Dreiergruppen.
So habe ich als Kind zum Beispiel folgende Liste: 

    Marlies
 1.  Heidi        Peter Andrea
 2.     Claudia Niklas Peter
 3. Claudia  Soraya 
 4. Remo Soraya Andrin

Dass in jeder Gruppe drei vollständig neue Kinder erscheinen, ist grundsätzlich nicht möglich, solange die Kinder ihre Gruppen selber zusammenstellen. Im Allgemeinen stört dies nicht.

Diese Liste klebt gut sichtbar zuoberst aussen auf dem Pult. Wenn nun Gruppenarbeit angesagt ist, ist nur noch die Nummer nötig und alle wissen, mit wem sie sich zusammensetzen sollen. So wird Lernzeit gewonnen. 
Diese Liste gilt im Allgemeinen für einen Monat oder sechs Wochen, falls das Quintal so kurz ist. In dem Sinne ist es abzusehen, wenn in einer Kooperations-Gruppe Kinder sind, die einem nicht total behagen. 

Für die Partnerarbeiten hielt ich es so, dass diese sich aus den Fotos bei der Türe ergeben: Die beiden Kinder auf den nebeneinander fixierten Fotos bilden für die laufende Woche von Montag bis Freitag ein Tandem. Auch das ziemlich stressfrei, weil man ja nicht die ganze Zeit zusammensitzen muss. 

Das es Excel-Listen gibt, welche dies auch vermögen, ändert nichts daran, dass die Selbst-Wirksamkeit der Kinder zu kurz kommt damit.

"Klasse-Kinder-Spiel" Die Schildkröte – Spiel zur Förderung der Sozialkompetenz ...

Dieser Titel ist geschützt. Im Zusammenhang mit den geleiteten Schulen und deren Umstrukturierung wurde uns dieses Spiel als Sozialisations-Massnahme vorgestellt, die dazu führen soll, gemeinsame Regeln einzuhalten. Es bewährt sich enorm. 

Dafür werden grössere Gruppen von fünf bis sechs Kindern gebildet, sodass die Klasse etwa vier Spielgruppen umfasst. Es geht darum, dass das Zurechtweisen innerhalb des Unterrichts seltener auftritt und sich die Kinder selber unterstützen darin, die Regeln einzuhalten.
 
Die Regeln und die Häufigkeit, wie oft man sie übertreten darf in dieser Woche, werden mit der Klasse ausdiskutiert. Auch das braucht Zeit, die sich aber immens lohnt. Es geht nicht darum, in jeder Woche alle Regeln vollständig einzuhalten, sondern eben die zwei bis drei vereinbarten Regeln mit der vereinbarten Übertretungs-Menge. Alle halten sich anschliessend an dieselben Regeln und beachten selber innerhalb ihrer Gruppe, wie oft eine Übertretung stattfindet. Dabei spielt es keine Rolle, wer die Regeln einhält oder übertritt. Es zählt nur die Gruppenmenge. Die Gruppe vereinbart eine in einem bestimmten zu besprechenden und vertretbaren Rahmen liegende Belohnung, welche sie sich gönnen, wenn sie es diese Woche mit den wenigsten Fehlleistungen schaffen. Nur diese Gruppe erhält ihre selbstgewählte Belohnung, die andern Gruppen haben es verpasst. Die Gruppen geben sich zudem einen Namen.
 
Beispiel: Gruppe Drachen, Mond und Ninja einigen sich auf die Regel, während der Mathe-Lektionen in der Einzelarbeit selbständig und ruhig zu arbeiten. Es darf sein, dass sie sich viermal in der Woche nicht an die Regel halten. Jede Gruppe führt für sich Buch und mahnt gegenseitig ihre Mitglieder. 

Am Freitag stellen wir fest, dass Gruppe Ninja 5mal übertreten hat. Sie ist also raus und erhält ihre Belohnung nicht. Gruppe Mond hat sogar 6mal übertreten. Nix mit Eis essen am Nachmittag. Gruppe Drachen aber hat nur dreimal das Ziel nicht erreicht und liegt damit im Rahmen. Sie nimmt am Nachmittag ihre Spiele mit, welche sie in der sogenannten "Golden Time" spielen kann, während die anderen Gruppen weiter arbeiten.
Am Montag beginnt eine am Freitag Nachmittag in der Besprechungs-Runde neu vereinbarte Phase.
Erweitern kann man das Spiel, indem man mehrere Siege addiert, um eine grössere Belohnung auszuloben. 

Mit der Zeit wird dieses Spiel überflüssig, weil die Klasse erkennt, dass man mehr vom Lernen und Zusammenarbeiten hat, wenn die Situation ruhiger ist. Bekanntlich macht Lärm krank. Vielleicht nicht nur im Strassenverkehr.

Kurse Die 216 besten Bilder zu Strichmännchen in 2020 | Strichmännchen ...

Immer wieder einmal kam eine gewisse Unzufriedenheit mit der momentanen Situation auf. Sei das mit der Gesprächsführung, der Unterrichtsorganisation, den formativen Beurteilungen, der Fachdidaktik, … . 
Dazu gibt es ganz tolle Angebote im Kanton Zürich, aber auch für die ganze Schweiz. Manche werden und wurden Gemeinde-intern angeboten (vgl. Langschuljahr). Jedes Jahr im Sommer finden an einem Ort Fortbildungen zu wirklich allen Schulthemen statt. Da kann man schwelgen in den Angeboten, die begleitet werden durch lokale Informationen und Veranstaltungen, damit man den Kursort ein bisschen kennenlernt. Eine bis drei völlig entspannte Wochen nur dem eigenen Lernen gewidmet und trotzdem Ferien, weil der Ortswechsel an sich schon erholt, aber auch die Umstände, die sich völlig ohne Schulverpflichtung anbieten. Von diesen Schweizer Kursen habe ich vermutlich viel zu wenig Gebrauch gemacht. Aber unglaublich davon profitiert. Solche Lernsituationen werden immer wieder ein Selbstläufer: weil es jetzt toll war, will man auf dem Laufenden bleiben und nichts mehr verpassen.
Manche Kurse waren Vorschrift, um ein Fach überhaupt unterrichten zu dürfen. Sie zogen sich auch meist über einen längeren Zeitraum hin. Beispiele dafür sind:
  • Das Frühfranzösisch ab der 5. Klasse, statt erst in der Oberstufe. Ein Jahr einmal wöchentlich Einführung ins Lehrmittel, Material-Herstellung, Didaktik. Eine Sommerferien lang eintauchen in die Sprache, für mich in Sion.
  • Das Früh-Englisch ab der 2. Klasse, statt erst in der Oberstufe. Heute ab der 3. Klasse. Hier hiess es, die Sprache aufzupeppen durch einen Jahreskurs und eine Sprach-Prüfung. Mit tollen Bekanntschaften, die noch längere Zeit für Kontakt sorgten. Dann eine Assistant-Teachership. Für mich in Irland, in der Moat Primary School in Eniskillen, um die Unterrichts-Fertigkeiten auszubauen. Eine glückliche Zeit in der Schule, aber auch privat mit unserem Landlord.
  • Werken, weil sonst die Unterrichts-Erlaubnis entzogen würde. Etwas unglücklich, weil der Kursleiter dies offenbar lieber für Männer als für Frauen unterrichtete. Zum Glück weiss ich seinen Namen nicht mehr. Dabei habe ich schon vorher anhand eines Maschinenkurses in Hütten bei einem Schreiner ein Bauernhaus erstellt, selber ein Gartenhaus gebaut und meine Holzmöbel selber stabil und dauerhaft konstruiert.
Andere Kurse machten einfach Lust und darauf auch Spass. Wie folgende:
  • Italienisch für die Schule
  • Psychologie an der Uni
  • Kerngeschäft Unterricht
  • Reframing
  • Framework
  • Schwierigkeiten im Leseverstehen
  • ADHS
  • Verhalten im Unterricht
  • Computer für Kids im Unterricht
  • Turnen für die Unterstufe
  • Nachteilsausgleich
  • Gesangsstunden
Doch auch privat gab es manchen Kurs, der aus glücklichen Umständen entsprang. Obwohl mein Vater glaubte, dass ich kein Interesse am Familien-Segelboot hätte, fragte er mich darum. Und ich sagte erstaunlicherweise zu. 
Doch nun musste segeln gelernt werden, denn die Segelfläche war zu gross, als dass man das Boot einfach benutzen konnte. 
So startete die Suche nach einem Segelkurs mit Prüfungsmöglichkeit, die bei der "Veleta" in Kilchberg glücklich endete und weitere Kurse nach sich zog, die immer auch für die Schule einen Nutzen brachten, nicht nur, weil ich erholt zurückkam, sondern ganz direkt, weil physikalische Rätsel sich nun praktisch auflösten (Vortrieb durch unterschiedliche Windgeschwindigkeiten; Vektor-Rechnung für Richtung und Windstärke mit Abdrift; Strom-Richtung und Stärke; …) oder Wetterphänomene Namen bekamen, aber auch die Bezeichnung der Einzelteile von Schiff und Segeln war nützlich für die Schule, denn da fühlte man sich wieder einmal in die Schüler*innen ein, die täglich so viel lernen müssen.
  • Segeln lernen.
  • Knoten erkennen, benennen und anwenden.   Kanu clipart. Kostenloser Download. | Creazilla
  • Theorie fürs Binnensegeln (Gesetze, Seezeichen, Wetter, Seemannschaft).
  • Segelprüfung mit Theorie und Praxis.
  • Hochseeschein (Theorie international mit Recht, Nothilfe auf See; Segelmeilen sammeln, praktische Handlungen automatisieren, …).
  • Neue Länder kennenlernen.
  • Die gelernten Sprachen anwenden und neue lernen.
  • Mit ganz fremden Menschen eine bis mehrere Wochen zusammen-leben und -arbeiten (soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten, die man von den Kindern einfach immer als selbstverständlich verlangt).
  • Mit Situationen fertig werden, die einen ein bisschen sehr fordern, wie Sturm, Flaute, Motor-Ausfall, Wasser im Schiff, flaches Wasser, Übelkeit, Nachtwachen, Müdigkeit, mit schlecht gewartetem und ausgerüstetem Schiff umgehen, unerfahrene Crew richtig anleiten, … .
  • Sich daran gewöhnen, alles selbst an die Hand zu nehmen, Reisen zu planen, Kontakte zu knüpfen.
  • Gleichzeitig die Schule im Griff zu haben und für die Stellvertretungen das Nötige bereit legen.
  • Befehle verstehen: 
    • Witzig in der einen Situation ist, dass die Autorin gerade die Leine zum sogenannten Eindampfen, bei gewissen Windrichtungen eine Hilfe zum Ablegen, sehr dicht genommen hatte, wie das für dieses Manöver verlangt ist. Da kommt der Skipper mit der Anweisung: "Hol die lose dicht!" Die Autorin ist verwirrt und denkt: "Ja, was jetzt, lose oder dicht?" Da die Leine schon dicht ist, lässt sie sie etwas gehen, um danach den Vorwurf zu hören, es sei ihre Schuld, dass das Manöver noch einmal hätte wiederholt werden müssen. Später erfährt sie, dass die Deutschen den Ausdruck "Die Lose" verwenden, um anzudeuten, dass eine Leine noch etwas locker ist.)
    • In der zweiten Situation mit demselben Skipper auf demselben Törn ging die Autorin Ruder. Die Wellen warfen sich hoch auf, denn in der Flussmündung stand Wind gegen Strom. Vom Bug her kam der Befehl, das Boot aus dem Wind zu drehen: "Mehr abfallen!". Gut, macht die Rudergängerin. Wieder: "Mehr abfallen!". Also gut, wird versucht. Aber mehr abfallen geht nicht mehr. "Es geht nicht, mehr abfallen geht nicht!". Nun stampft der Skipper wutentbrannt nach achtern: "Bist du verrückt, du steuerst uns direkt in die Strudel! Du sollst nicht mehr abfallen!!!! Gib her das Ruder!" Das Wort "nicht" ist im Wind- und Wellenlärm nicht bei der Rudergängerin angekommen und gegen Befehle des Skippers etwas zu unternehmen, ist unmöglich. 
      • Diese beiden Situationen sind sehr typisch für vieles, das Kinder falsch machen und für das man sie tadelt. Das Wort "nicht" kommt eben auch bei den Kindern oft nicht an. Es bleibt in der Anweisung hängen. Darum versucht man immer wieder, gemeinsame Regeln positiv zu formulieren, weil sonst ihr Gegenteil angewiesen wird.
        • Nicht rennen --> gehen!
        • Nicht streiten --> friedlich und anständig sein!
        • Nicht sprechen --> schweigen!
        • Nicht abschreiben --> den eigenen Gedanken vertrauen!
        • Nicht schreien --> ruhig sprechen!
        • Nicht lärmen --> still sein!
      • Der Wortschatz muss gleich verwendet werden. Es nützt nichts, wenn jemand Richtungswörter verwendet, um Tempo oder Arbeit anzugeben, wenn der Hörer*in sie nur buchstäblich oder gar nicht versteht: Oben war es die Lose, in der Klasse kann es ein Partikel sein wie vorwärts machen, herunterlesen, auf-schreiben...
    • Wir müssen uns unserer Sprache bewusst sein, um den Schüler*innen das Zusammenleben mit nicht allzu grossen Rätseln zu ermöglichen.
Historische Kurse bereicherten immer wieder den Geschichts-Unterricht. Schweizerische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte gab ein Heft mit den neuesten für die Schweiz bedeutsamen archäologischen Erkenntnissen heraus. Jährlich, ab und zu nur jedes zweite Jahr, wurde an einer zweitägigen Veranstaltung in Referaten und Vorträgen mit Emphase vorgestellt, was unseren Blick aufs Leben unserer Vorfahren vertiefen konnte.
Doch auch das Mittelalter war spannend, weshalb auch eine Mitgliedschaft in einem solchen Gremium stets wieder neue Erkenntnisse brachte.

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Wie oft war ich meinem süssen Cocker-Spaniel Sascha dankbar für ihr Verhalten. Immer wieder sah ich sie als Spiegel meiner Schülerinnen und Schüler, welche ein Verhalten so lange durchspielen, bis es in allen, buchstäblich allen Situationen geheissen hat, dass dies nicht geduldet wird. Manchmal dauert es den ganzen Klassenzug lang oder noch durch die nächste Stufe hin. Ein Wort, eine Handlung, eine Arbeitsweise. 

Sascha machte das vor mit Stibitzen: erst wenn jeder Besuch einmal gehört hat, dass das nicht geht und es auch in der Küche, auf der Terrasse, im Gartenhaus, am Morgen, am Abend, in der Nacht verboten ist, ist die Regel gefestigt. Andere Beispiele sind Sitzen und Platz machen. Ähnlich verhielt es sich mit dem Zeigen der Vögel in der Volière. Erst wenn ein Gast ...

Wo die Begeisterung vorherrscht, lernte Sascha unglaublich rasch. Leine nehmen --> das gibt einen Spaziergang. Leine ins Maul gibt das Heimgehen. Die Futterschale auf den Schüttstein gibt Essen. Auf die Knie klatschen erlaubt das Hochspringen. Gutsi verstecken, bedeutet Suchspiel. ...

Ist das nicht auch in der Schule so? Wo Begeisterung vorherrscht, wird im Handumdrehen gelernt. Sind es aber nur lästige Regeln, braucht es x-fache Bestätigung dessen, was jetzt gilt, bis es wirklich unumstösslich sitzt. Das ganze Predigen nützt nichts, wenn die Regeln nicht durchgezogen werden und wirklich immer und überall gültig sind. 
Ein Kind muss in seiner Entwicklung immer wieder die Grenzen ausdehnen und schauen, ob etwas nicht doch einmal ungültig sein und ersetzt werden könnte. So entwickelt es nicht nur sich selbst, sondern auch seine Umgebung. 

Immer wieder versuchte ich auch, bei einem Kind zu entdecken, wofür es sich wirklich interessiert, um dann - wie für die ganze Klasse ein Thema in allen Winkeln auszuleuchten - dies auch für das besondere Kind zu tun. Einmal gelang es mir, einen Jungen zum Rechnen zu bringen, weil ich zufällig seinen Onkel kennenlernte und dieser mir einige Arbeiten nennen konnte, bei denen Rechnen auch für einen Bauern nötig ist. Nun war der Bann gebrochen und der Weg zum Rechnen klar. 
Oder ein anderes mit dem Thema Feuerwehr: Wortschatz und Rechnungen zu Fotos zu gestalten, war ein Leichtes. 
Ein weiteres mit dem Thema Hunde, Pferde, Wale, Wasser, Garten, Kaulquappen, …

Wieder ist es hier so, dass ein Kind den Eindruck bekommt, dass es etwas bewirken kann. Man muss diesen Aufwand ja nie bei allen so betreiben, denn die meisten können mit unserem Lehrplan einigermassen umgehen und kommen zurecht damit. Doch ist es eine schöne Aufgabe, auch ab und zu ein Kind mit Schwierigkeiten wieder auffangen zu können.

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An der Wand, über der Tafel und an der Türe hängen zu den Themen passende Bilder und Icons. Immer das Aktuelle geht hoch, damit die Aufmerksamkeit gesteuert wird. Das mag dem früheren Kapitel "Kahle Räume" widersprechen, aber nur auf den ersten Blick. 
Denn mit dem Aktuell-Halten der Merkblätter rund um den Schulraum wird die Selbständigkeit insofern gefördert, als man stets wieder darauf verweisen kann, dass zu diesem Thema ein Hilfsblatt, ein Spick im Zimmer vorhanden ist, den man nur mit den Augen finden kann, ohne etwas durchblättern oder -kämmen muss. Farben strukturieren zusätzlich (roter Hintergrund: sehr wichtiges Arbeitsmittel; blauer Hintergrund: was zuhause laufen muss; grüner Hintergrund: das muss ich mir merken). 
Mit der Zeit weiss mehr als die Hälfte, wo man welche Spicks an der Wand findet. Was die meisten auswendig können, verschwindet aus der Sicht. 
Indem ein Sammelband an wichtigem Wissen besteht, kann man die wenigen Kinder dorthin schicken, um sich die Tipps wie aus einem Wörterbuch zu suchen.

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Jedes Kind hat innerhalb der Klasse seine wichtige Rolle und gleichzeitig wird immer mehr die selbständige Arbeit gefördert (Was ein Kind immer wieder etwas bewirken lässt, damit es sich in der Schule oder gesellschaftlich nicht hilflos vorkommt!).
 
Es zeigt sich vielleicht schon bald, welches die Stärken eines Kindes sind. Diese werden durch die Lehrperson im Experten-Lernen herausgekehrt und genutzt. Eines kann sehr genau malen, eines toll rechnen, das dritte weiss genau, wie die Buchstaben und Zahlen geschrieben werden müssen, das nächste gestaltet Arbeitsblätter und Hefte schön, während das fünfte perfekte deutsche Aussprache pflegt und ein weiteres wunderbare Sätze konstruiert. Die Musik und das Singen fällt noch einem leicht, während dem nächsten kaum etwas aus dem Weltwissen fremd ist.
 
Mittels anfangs immer wieder zu sagen, geh zu dem und dem, das weiss genau Bescheid darüber, fliesst das immer mehr in eine Liste ein, welche direkt bei der Tür neben den Ämtern hängt. Sie wechselt wöchentlich in denjenigen Bereichen, welche von mehreren Kindern abgedeckt sind. Leben muss man als Lehrperson damit, dass diese Woche mal niemand Expert*in fürs Gestalten der Hefte ist. Als Ersatz hat man Auswahl darin, wer einem jetzt die Mathe erklären soll.
 
Das Ganze soll aber auch nicht in ein Tohuwabohu ausarten und mehr Lärm ins Lernen bringen. Drum werden ein paar Regeln eingeübt und institutionalisiert. Diese bewahren auch Wochen-Experten davor, dass andere Kinder nicht mehr selber denken, sondern die ganze Zeit nur die Expert*innen von ihrer eigenen Arbeit abhalten. 
  • Ein*e Expert*in wird an der Schulter leicht angetippt. 
    • Sie oder er winkt ab, wenn im Moment die eigene Arbeit wichtiger ist, als das Erklären. 
    • Ist er aber zur Mitarbeit und zum Zeigen bereit, steht sie auf und … 
    • … beide gehen gemeinsam ohne ein Wort mit den Arbeitsunterlagen der Frager*in an den Gruppentisch.
    • Hier wird nun im Flüsterton das Problem gelöst.
    • Anschliessend geht's wortlos zum eigenen Platz zurück

Klassenämter   die-ersten-diensteschilder-sind-online- - Zaubereinmaleins ...

Dies ist vielleicht etwas vom Hervorragendsten, damit die Kinder in einer Gruppe Selbständigkeit und Verantwortung übernehmen (lernen). Ein Ämtli auszufüllen. Die einen Ämter sind sehr beliebt. Zum Beispiel Tafelwart*in. So hat man das Schulzimmer in mancher 10-Uhr-Pause ganz für sich allein. Allenfalls trotzt man so dem schlechten Wetter oder entkommt der Situation, in der Pause allein sein zu müssen.

Zusätzlich zur wöchentlich oder alle zwei Wochen sich ändernden Ämterliste hält ein Formular mit Bildern fest, an welchen Tagen ein Amt ausgeführt werden muss. Eines der Ämter ist auch, wahrzunehmen, wer sein Amt pünktlich ausführt und wer sich eher drückt davor. Petzen wird mehr oder weniger verhindert, weil ja klar sein muss, dass man selber auch einmal pünktlich arbeiten muss.

  • Tafel reinigen --> Wenn angeschrieben an der Tafel.
  • Lüften --> in der Pause.
  • Malzeug reinigen --> am Ende der Zeichnungslektion.
  • Lavabo reinigen --> am Freitag.
  • Stühle kontrollieren --> an den Putztagen.
  • Boden wischen --> an den Putztagen oder nach entsprechenden Arbeiten.
  • PCs abstauben --> am Freitag.
  • Bankordnung kontrollieren --> am Freitag.
  • Zimmerordnung --> am Tagesende.
  • Farbstifte spitzen --> am Freitag.
  • Verteiler*in --> bei Bedarf.
  • Finken- und Schuh-Ordnung --> an den Putztagen.
  • Ämterkontrolle --> täglich.
Sollten mehr als 26 Kinder in der Klasse sein, kann ein Amt auch doppelt ausgeführt werden pro Halbklasse, in welcher sonst jedes Kind ein Amt ausfüllt. Sind weniger Kinder da, entfällt die doppelte Belegung. So reinigt halt nur von der einen halben Klasse jemand das Lavabo. 

Bei diesen Klassenämtern geht es nicht darum, dass alles perfekt ist, sondern dass eine Routine einkehrt und diese Tätigkeiten so zur Schule gehören, wie die Fächer (heute Bereiche) selbst. In dem Sinne erreicht man mit den Ämtern Bereich-übergreifende Kompetenzen.

Knatsch klassenplakate-streiten-versoehnen - Zaubereinmaleins - DesignBlog

Sobald so um 2008 herum die Schulsozialarbeit in der Schule installiert war, löste die Autorin keine Streitereien mehr in der Klasse oder mit anderen Klassen. Stattdessen gingen die Kontrahent*innen in einer Pause, vor oder nach der Schule zur SSA, welche für grössere Probleme gerne auch einmal eine Soziallektion in der Klasse durchführte.
 
Vorher aber war dies die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer, nach dem Leitspruch "Schwierigkeiten haben Vorrang", denn bevor ein Problem wirklich gelöst war, gelangte kein Schulstoff, kein Lernthema mehr in die kleinen Gehirne, denn ihre Energien waren mit der erlebten Ungerechtigkeit gebunden. 

So fand "Klassenrat" mehrmals in der Woche statt. Möglichst mit gemeinsam gefundenen Lösungen. Manchmal schafften bei den Kleinen Ablenkungen eine neue Lernatmosphäre, obwohl die Probleme noch bestanden. Zum Beispiel das Lieblings-Lied oder -Spiel, ein tolles Bild oder das Weiterhören einer laufenden Geschichte. 

Bei den Grossen konnte vielleicht eine wichtige Ankündigung der Auslöser neuer Aufmerksamkeit sein, wie das Bilden der Mannschaften fürs Schüler-Fussball-Turnier, die Information über eine anstehende Exkursion, die Vorbereitung auf ein neues Mensch- und Umwelt-Thema, …

Doch im Normalfall hiess es: Lösung! Jetzt! 

Mit einem seit 2004 in Gebrauch seienden Formular gelingt es auch ohne Schulsozialarbeit oft, einen Zwist zu lösen. Und zwar so, dass die Gegen-Parteien diesen selber lösen. Auf je sein eigenes Formular notiert jeder der beiden das, was er denkt, 
  • wie der andere sich jetzt fühlt (zornig, wütend, traurig, verletzt, verlegen, gemein, ängstlich, hilflos, zufrieden, …), 
  • wie sie sich selbst fühlt, 
  • nebst der eigenen Sicht auf die Handlungen, welche abliefen. 
  • Zudem soll man umdenken: 
    • Was hätte ich als Möglichkeit gehabt, anders zu reagieren? 
    • Wie ist das eigene Verhalten zu werten? 
    • Wer war involviert? 
    • Was gibt es, um das Problem zu lösen oder in Zukunft zu verhindern. (Es ist so etwas wie gewaltfreie Konfliktlösung.) 
  • Wenn das Blatt ausgefüllt ist, kommen die Betroffenen wieder in die Gemeinschaft, um zu arbeiten. Das Problem wird später noch einmal aufgegriffen, falls überhaupt nötig. 
  • Die Formulare werden aufbewahrt. 
Damit habe ich erneut erreicht, dass die Kinder sich ernst genommen fühlen und den Eindruck bekommen, sie können etwas bewirken. Sie sind der Situation nicht hilflos ausgeliefert.
Für die Kleinen ist dieses Konfliktblatt mit Bildern auszustatten, ähnlich wie fürs Ausdrücken der Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz. 

Der Kreis        Morgenkreis - Grundschul-Blog

Es ist immer schwierig, in kleinen Zimmern die Sozialform für den Unterricht zu wechseln, weil so wenig Bein- und Bewegungsfreiheit ist. Sitzt man am Boden, wird oft die Privatsphäre der Nachbarschaft verletzt, indem Beine ausgestreckt, auf den Bauch gelegen, gestupst und ähnlicher Unsinn getätigt wird. 
Dennoch ist es oft sehr wichtig, dass man nichts anderes in Händen hat, sondern einfach ohne Material da sitzt und zuhört, etwas bespricht, gemeinsam etwas anschaut oder ein Lern-Spiel spielt. Man etwas tut, das sich auf die anderen bezieht, ohne sie zu stören. Man nimmt einander so wichtig, dass man nicht aggressiv auf diese Person zugeht, sondern sie als Lernpartner*in wahrnimmt. Wie verhindere ich nun all das, weil ich ja eigentlich ein Unterrichtsgespräch führen will? 

Wenn im Schulhaus gerade ein paar Bänklein übrig waren, standen diese im freien Raum vorne im Schulzimmer. Der Wechsel von der Arbeit an den Schulpulten zum Kreisgespräch geht einigermassen organisiert glimpflich vonstatten. Zuerst kommen diejenigen nach vorn auf die rechte Seite, anschliessend die anderen auf die linke und schliesslich die letzte Gruppe aufs mittlere Bänkli. Damit niemand sich an "seinen" Sitzplatz gewöhnt, wechseln die Ansagen und die Sitzorte.

Auch mit Kissen haben wirs probiert. Jeder nimmt von zuhause ein Kissen mit, das immer auf seinem Stuhl liegt. Mit ähnlichen Ansagen kommen die Kinder nun mit diesem in den Kreis. Die Kissen haben den Vorteil, dass die Zimmer-Wischmannschaft einmal öfter wischt, damit die Kissen nicht so heftig stieben.

Am praktischsten aber sind vermutlich die Abfall-Eimer oder Papierkörbe. Solange die Kinder an ihren Plätzen oder in Gruppen am Arbeiten waren, stellte die Lehrerin selbst die Eimer umgekehrt so auf, wie sie die Kinder haben wollte. Das änderte auch immer wieder, damit sich keine Comedy-Gruppe etablierte. Die Ansagen gleich, aber jedes Kind sucht sich seinen am Rande etikettierten Eimer als Hocker. Sie brauchen wenig Platz, weil sie nach Gruppe gestapelt und rasch verteilt werden konnten. Zudem kosten sie fast gar nichts. Diese Hocker verhindern gleich von Anfang an mehreres, ohne ein Wort darüber zu verlieren.
  • Niemand kann sich in die Rückenlehne hängen.
  • Man kann nicht darauf knien.
  • Es lässt sich nicht schaukeln damit. 
Ab und zu, wenn es nicht sehr darauf ankommt, kann ein Kind die Hocker verteilen, was es nach seinem Gutdünken macht, aber ihm auch wieder eine gute Rolle verleiht. Damit keines ein Übergewicht bekommt, nimmt man jede Woche, wenn sie es ab und zu überhaupt dürfen, zum Beispiel die beiden Kinder, welche das Amt Pult-Ordnung haben

Keine Kleinigkeit            Aufenthaltserlaubnis und Arbeiten nach abgeschlossenem Studium

Und der Höhepunkt war kein Kurs, sondern mein Masterstudium. hätte das mein Vater noch mitbekommen, wäre er bestimmt äusserst glücklich darüber gewesen, denn er war nicht so sehr zufrieden mit meiner Berufswahl. Nach einer Matura A, die jeden Zugang zu irgendeinem Studium erlaubt, hätte ich studieren sollen.
 
Endlich nachgeholt! Schulische Heilpädagogin bin ich geworden mit dem Titel "Master of Arts in Special Needs Education". Immerhin. Das hat mich wohl zu meinen glücklichsten Schuljahren geführt.
Dieses Studium hat einen engen Zusammenhang mit dem Segeln, denn in dieser Zeit erwarben wir in Holland unser seegängiges Segelboot. Auf diesem wurde so manche Arbeit im Heimstudium geschrieben und abgegeben. Internet sei Dank. Auch die Masterarbeit an sich entstand grösstenteils auf diesen Planken, welche schon bald unsere Welt bedeuten.

 Quellen: Die Bilder sind verdankenswerter Weise aus den verschiedenen Quellen zur Verfügung gestellt worden und frei erhältlich.